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Das Recht zu gehen und das Recht zu bleiben

Nie zuvor waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht: Nach Angaben der Vereinten Nationen waren Ende 2025 knapp 118 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Und das sind nur diejenigen, die vor Kriegen und anderen Konflikten geflohen sind.

Dazu kommen jene, deren Lebensgrundlage durch ökologische Krisen, wie Dürrekatastrophen oder Überschwemmungen, zerstört wurden und diejenigen, die sich infolge von Vertreibung, Ausbeutung und Gewalt zur Flucht entschlossen haben. Sie alle hoffen auf ein Leben ohne Armut und in Würde. Die allermeisten bleiben im eigenen Land oder in der Region. Diese meist armen Regionen sind überfordert, während die wohlhabenden Länder z.B. Europas sich komplett abschotten.

Fluchtursachen bekämpfen

Die Missachtung der Menschenrechte sowie die Ausbeutung von Menschen und Rohstoffen vor allem in den Ländern des Globalen Südens werden weiter fortgesetzt.  Das ungebremste Profitstreben in den Ländern des Nordens bedingt die unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen, die unfairen Handelsbeziehungen, die Umwelt- und Naturzerstörung, die fortschreitende Klimakatastrophe – alles Faktoren, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Hier muss die radikale Veränderung hin zu einer fairen Weltwirtschaft ansetzen, die strukturelle Ungleichheit und Armut überwindet und ein gutes Leben für alle - überall -ermöglicht.

Soziale Rückverteilung ist wichtig

In den Ländern des Nordens wird die Ungleichheit immer stärker, werden die Reichen immer reicher. Statt dort Geld abzuschöpfen, wird an den Sozialsystemen gekürzt, die soziale Kälte nimmt zu. Das führt zu Verunsicherung und Abstiegsängsten, die sich im Treten nach unten ein Ventil suchen. Angefeuert vom Rassismus der rechten und konservativen Kräfte werden die Migrant*innen zu Sündenböcken für gesellschaftliche Fehlentwicklungen gemacht. Neue Abschiebeknäste und -terminals sind das sichtbare Symbol dieser falschen Politik.

Völkerrecht und Menschenrechte

Die EU hat seit Sommer 2026 mit dem Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) die Inhaftierung von Migrant*innen in Lagern an den Grenzen eingeführt, weist Asylsuchende rechtswidrig an den Grenzen ab und plant Deportationen in weit entfernte Staaten, zu denen die Betroffenen keinerlei Bezug haben. Für die Abwehr von Migrant*innen arbeitet die EU mit Autokraten wie dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und Kriminellen wie den syrischen Clans zusammen. Das Völkerrecht wird missachtet, die Menschenrechte werden mit Füßn getreten.

  • Wir fordern gefahrenfreie Wege nach Europa
  • Wir fordern das Recht zu bleiben und zu gehen
  • Wir fordern eine Wirtschaftsweise, die nicht weiter zu Flucht und Migration durch Verelendung der Bevölkerung des Globalen Südens führt
  • Wir fordern eine Rückverteilung des gesellschaftlichen Reichtums und eine umfassende soziale Absicherung für alle